Zulaufstrecken planen - Hausaufgabe für Landesbeamte
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Land plant Zulaufstrecken – und wer wird sie bauen?
In den Südtiroler Medien kann man heute eine als Erfolgsmeldung verkleidete Bankrotterklärung lesen und hören: Die Landesregierung wird heute ein Abkommen mit RFI (rete ferroviaria italiana) beschließen, die Vorarbeiten für die Planung der Zulaufstrecken im Unterland in den dafür sachkundigen Landesabteilungen durchführen zu lassen. Unabhängig davon, was da außer ein paar vage Studien konkret als Planungsgrundlage herauskommen soll, beweist dieser Beschluss die Richtigkeit
der Aussagen der BBT-Kritiker, dass die Zulaufstrecken durch das Unterland zur Zeit schlicht und ergreifend nicht vorgesehen sind.
Durnwalder begründet lt. dem Bericht der „Dolomiten“ die Planungsaktivitäten der Landesverwaltung mit der Befürchtung, dass plötzlich ein Haufen Geld für die Zulaufstrecken vorhanden sein und die Planung fehlen könnte, was Bände für den Realitätssinn des Landeshauptmannes spricht.
Land macht’s gratis! Na, dann ...
Eigenartig auch die Aussage des Unterlandler Bezirks-Vaters Oswald Schiefer, der davon ausgeht, dass diese Planungsarbeiten nichts kosten, da sie ja von den Landesbeamten ausgeführt würden. Es ist nicht davon auszugehen, dass die betroffenen Angestellten des UVP-Amtes und der Ämter für Landschaftsschutz, für Geologie und für Urbanistik bisher in Erwartung der Planungsaufträge von „ganz oben“ Däumchen gedreht haben. Nun werden wertvolle Mitarbeiterressourcen gebunden, die für wichtigere Aufgaben verfügbar sein müssten, wie eben den Landschaftsschutz, um
ein wichtiges Beispiel heraus zu greifen.
Es ist erstaunlich, dass die meisten Südtiroler Medien – wie so oft in Sachen BBT – die Jubelmeldungen aus dem Landhaus eins nicht hinterfragen und prüfen, ob die vorgestellten Aktivitäten wirklich Problemlösungen darstellen oder wahltaktische Nebelkerzen sind, wie dies im Falle der heutigen Meldungen zutreffen dürfte.
Transitinitiative Südtirol/Sudtirolo
Markus Lobis, Sprecher